Miturheber

Musikwerke entstehen häufig in Teamarbeit. In der Band spielt jemand einen Riff, ein anderer ergänzt die Melodien, ein dritter die Harmonien. Alle Beteiligten an der Gemeinschaftsproduktion sind Miturheber, wenn aus allen Beiträgen ein Werk entsteht und die Anteile des Einzelnen nicht gesondert verwertet werden können.

Voraussetzung ist die persönliche geistige Schöpfung. Allein die Idee, der Verbesserungsvorschlag, die Anregung reicht bereits aus, wenn sie im Werk wiederzufinden ist.

Ein Miturheber hat ein Recht auf Namensnennung zum Beispiel auf dem Plattencover. Zudem kann er über die Nutzung seines Beitrags bestimmen. Daher ist es ratsam, ein Bandvertrag abzuschließen, damit die Verwertung geregelt ist und eine Produktion nicht scheitert, weil jemand plötzlich aussteigt und die Nutzung seiner Anteile verweigert. Dies darf er laut Gesetz nicht "wider Treu und Glauben" tun, doch in der Praxis kann es ohne Vertragsregelung einen langen Rechtsstreit nach sich ziehen. In vielen Fällen entscheiden sich Miturheber pauschal für eine Vergütung nach Kopfteilen. Die GEMA behandelt die Miturheber als Gesamthandsgemeinschaft.