Bearbeitung

Ursprünglich war eine Bearbeitung eine Einrichtung eines vorhandenen Werkes für andere Instrumente. So hat Franz Liszt etwa die Beethoven-Sinfonien für Klavier umgestaltet und Anton Webern Bachs Musikalisches Opfer für das Sinfonieorchester orchestriert. Entscheidend ist dabei nicht die Verwendung eines anderen Klangapparats, sondern dass aus technischen oder kompositorischen Gründen Änderungen vorgenommen werden. Das unterscheidet die Bearbeitung vom bloßen Arrangement. Die Veränderungen des Originalwerkes sind so eingreifend, dass das Original zwar noch erkennbar ist, aber durchaus ein unabhängiges Werk mit eigener persönlicher Schöpfung entstanden ist. Fehlt die eigenständige Schöpfungshöhe, handelt es sich um keine Bearbeitung. Ist sie so hoch, dass das übernommene Werk dahinter verblasst, handelt es sich um eine Freie Benutzung.

Das Bearbeitungsrecht liegt beim Urheber und bedarf seiner Zustimmung. Gegen eine unerlaubte Bearbeitung kann der Urheber rechtliche Schritte einleiten. Die Bearbeitung wird selbst als Werk geschützt, der Bearbeiter ist dann wiederum Urheber der Bearbeitung.